Schwertkampf Henger SV

Schwertkampf

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Wir waren vor dem Neumarkter Rathaus!

Um Mitglieder anzuwerben führten wir vorm Neumarkter Rathaus Techniken und Freikampf vor. Nachdem es beim letzten Mal etwas kurzfristig und deshalb etwas chaotisch ablief, waren wir diesmal gut vorbereitet. Spaß hat es sowieso gemacht.

Auch die Lokalzeitungen waren vor Ort und haben zwei schöne Artikel darüber verfasst:


Artikel des Neumarkter Tagblatt.
Artikel der Neumarkter Nachrichten.

Wir vor dem Neumarkter Rathaus

Ein Quellenbild

Was wir machen?

Ein Schwert zu führen ist eine ganz schön komplizierte Sache. Beinarbeit, Auge-Hand Koordination und sportliche Verfassung sind nur ein paar Punkte, die es zu beachten gilt.

Am Wichtigsten ist aber die Technik mit der ein Schwert handzuhaben ist. Und da stoßen wir auf ein Problem. Die Tradition des Schwertkampfes ist bei uns im europäischem Raum ausgestorben und erst seit etwa 20 Jahren wird versucht diese Kunst wiederzubeleben. Alles was uns übrig geblieben ist, sind die Fechtbücher der alten Meister. Nun geht es also daran diese überbliebenen Fechtbücher zu interpretieren, funktionelle Techniken daraus zu gewinnen und diese Interpretationen zu vermitteln.

HEMA

Historical Europian Martial Arts ist die offizielle Bezeichnung für das, was wir machen. Es ist erstmal ein Überbegriff für alle historischen Kampfkünste und Schwertkampf ist ein Teil davon. Das Ziel ist es europäische Kampfkünste zu rekonstruieren und eben zu zeigen, dass auch wir in Europa ausgeklügelte Martial Art Systeme hatten.

Das schöne ist, dass diese Community sehr offen ist. Das gilt auch für den Umgang mit historischen Quellen. Viele sind mittlerweile eingescant und online zugänglich. So zum Beispiel auf wiktenauer.

Events

Turniere sind für viele ein wesentlicher Bestandteil der HEMA Erfahrung. Das Fechten gegen völlig Fremde, ein Test der eigenen Fähigkeiten und der Austausch mit anderen Fechtern sind nur ein paar Gründe.

Weil die HEMA-Szene mit etwa 6000 Mitgliedern in Deutschland noch recht klein ist, sind Turniere natürlich nicht gerade um die Ecke. Häufig sind sie weit entfernt und dauern gerne ein ganzes Wochenende. Es sind recht große Events, weil der Austausch so groß wie möglich sein soll. Auch ein Besuch internationaler Turniere ist kein Problem und sogar gern gesehen. Die Szene ist zwar klein, aber sehr eng vernetzt.

Auf einem Turnier wird aber oft nicht nur einfach gegeneinander Gefochten. Ein großer Teil der Events bietet auch zusätzliche Workshops an. Manche Events bestehen sogar ausschließlich aus solchen Workshops. Das heißt es ist für alle etwas dabei, selbst, wenn das kompetitive Fechten nicht im Vordergrund liegt.

Ein Fechter sticht den anderen

„Wir können trainieren ohne Kunst, aber keine Kunst ist ohne Training“

Ein Quellenbild

Langschwert

Der Fokus dieser Gruppe liegt auf dem Bloßfechten mit dem Langschwert. Bloßfechten ist das Fechten ohne Rüstung und das Langschwert ist schlicht ein Schwert, das überwiegend mit zwei Händen geführt wird.

Zum Fechten verwenden wir stumpfe Schwerter und Federn. Federn sind Schwertsimulatoren, die bereits im Mittelalter als Trainingsgegenstand verwendet wurden. Sie haben eine abgerundete Spitze und sind biegsamer, als ein normales Schwert, damit der Partner bei einem Stich nicht verletzt wird.

Historische Quellen

Alle Techniken, die wir unterrichten, beziehen wir aus historischen Quellen. Aktuell liegt der Fokus auf der Lichtenauer Tradition. Tradition wird es genannt, weil von Meister Lichtenauer selber lediglich ein verschlüsselter Text über geblieben ist. Seine Schüler haben es auf sich genommen diese verschlüsselten Verse mit Kommentaren zu versehen und verständlich zu erklären.

Einige seiner Schüler schrieben das Nürnberger Hausbuch, oder auch ms. 3227a genannt. Das ist die Quelle mit der wir uns aktuell am meisten beschäftigen.

Freikampf

Natürlich ist es schön und gut die Techniken zu lernen, aber am Ende wollen wir auch kämpfen.

Damit beim Freikampf nichts passiert, tragen wir moderne Schutzausrüstung, die einerseits aus dem olympischen Fechten und andererseits historisch inspiriert ist.

Das heißt nicht, dass jeder sofort die Ausrüstung braucht. Wenn sehr langsam und bedacht gefochten wird, kann auch erstmal auf Ausrüstung verzichtet werden. Zusätzlich bieten wir Schutzhandschuhe, synthetische Schwerter, die nochmals sicherer sind, und eine Fechtmaske an, damit auch Anfänger den Freikampf genießen können.

Ein Fechter sticht den anderenEin Fechter sticht den anderen

Du willst vorbeischauen?

Freitags 20:30 – 22:30 Dojo Henger SV | Vorbereitung und Sparring

Sonntags 14:00 – 17:00 Sporthalle Henger SV

Du hast noch ungeklärte Fragen?

Petritzky Nicolas

Handy: 0178 627 3629

E-Mail: schwertkampf@henger-sv.de